Senkung der Roamingpreise mit 1. Juli 2009

08.06.2009

Am 8. 6. 2009 haben die Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten die neuen EU-Roamingvorschriften förmlich verabschiedet. Die neuen Vorschriften werden für die Verbraucher zu weiteren Preissenkungen um bis zu 60 % führen – und zwar ab 1. 7. 2009, also rechtzeitig zum diesjährigen Sommerurlaub. Dadurch werden die Verbraucher für den SMS-Versand im EU-Ausland garantiert nicht mehr als 0,11 Euro (ohne Mehrwertsteuer) bezahlen müssen. Nach den neuen Vorschriften müssen die Mobilfunkbetreiber Roaminganrufe nach den ersten 30 Sekunden nun sekundengenau abrechnen, anstatt – wie bisher – pro Minute, was die Mobilfunkrechnungen um bis zu 24 % senken dürfte. Nach der Zustimmung des EU-Ministerrats werden die neuen EU-Roamingvorschriften ab 1. 7. 2009 in allen 27 EU-Mitgliedstaaten gelten.

Die vom Rat verabschiedeten neuen EU-Roamingvorschriften bringen

  • eine Begrenzung des Preises , der Verbrauchern für den SMS-Versand aus dem Ausland berechnet werden darf, von 0,11 € (ohne MwSt.), gegenüber dem derzeitigen Durchschnittspreis von 0,28 € (in den Niederlanden und Portugal werden sogar über 0,35 € pro Auslands-SMS verlangt);

  • die deutliche Senkung der Datenroamingentgelte (der Kosten, die im Ausland für das Surfen im Web oder den Abruf von Filmen mit einem Handy anfallen) durch Begrenzung des Vorleistungsentgelts auf 1 € pro übertragenem Megabyte , gegenüber einem durchschnittlichen Vorleistungsentgelt von derzeit 1,68 € pro Megabyte (Spitzenpreise sind: in Irland 6,82 €, in Griechenland 5,30 € und in Estland 5,10 €). Die Obergrenze wird auf der Vorleistungsebene 2010 auf 0,80 € und 2011 auf 0,50 € fallen, was weitere Preissenkungen für die Kunden bewirken dürfte;

  • den Schutz der Verbraucher vor unerwartet hohen Rechnungen durch die Option, den Dienst unterbrechen zu lassen, sobald ein Rechnungsbetrag von 50 € erreicht wird , wobei der Verbraucher auch einen höheren Betrag wählen kann. Die Betreiber werden bis März 2010 Zeit haben, um diese Transparenzvorschriften umzusetzen;

  • eine weitere Senkung der Preise für Roaminganrufe . Die derzeitigen Höchstpreise von 0,46 € für im Ausland getätigte Anrufe und 0,22 € für im Ausland angenommene Anrufe werden am 1. Juli 2009 auf 0,43 € für ausgehende und 0,19 € für eingehende Anrufe gesenkt, dann ab 1. Juli 2010 auf 0,39 € und 0,15 € und schließlich am 1. Juli 2011 auf 0,35 € und 0,11 € (jeweils pro Minute, ohne MwSt.);

  • die Einführung des Grundsatzes der sekundengenauen Abrechnung nach den ersten 30 Sekunden für alle ausgehenden und ab der ersten Sekunde für alle eingehenden Roaminganrufe. Gegenwärtig zahlen die Verbraucher nach der Minutenabrechnung für ihre Anrufe etwa 20 % mehr, als sie eigentlich vertelefoniert haben.

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Dr. Weiß - Wirtschatstreuhänder und Steuerberater